
Veröffentlicht am 04. Juni 2026
Pirmasens disqualifiziert: Saisonspiele werden 36:0 gewertet
Die Pirmasens Praetorians sind für die Saison disqualifiziert. Sämtliche Saisonspiele werden als 36:0-Sieg für den jeweiligen Gegner gewertet.
Die Pirmasens Praetorians sind für die Regionalliga-Saison 2026 disqualifiziert. Damit werden sämtliche Saisonspiele der Praetorians als 36:0-Sieg für den jeweiligen Gegner gewertet.
Was ist passiert? Pirmasens konnte zum Heimspiel der Saints am 6. Juni nicht antreten. Als Begründung nannte das Team verletzungsbedingte Ausfälle in großer Zahl. Die Ligaordnung des Hessischen American Football Verbands (AFVH) schreibt jedoch vor, dass ein Team mit 40 registrierten Spielerpässen mindestens 16 ärztliche Atteste vorlegen muss — ausgestellt von einem Arzt, innerhalb von fünf Tagen nach dem Spieltermin beim Verband eingereicht. Diese Nachweise konnten nicht in ausreichender Zahl vorgelegt werden. Dem Verband blieb damit kein Ermessensspielraum: Das Regelwerk greift automatisch.
Pirmasens kündigte an, die Entscheidung anzufechten. Unabhängig davon wurden alle Ligaspiele der Praetorians sofort als Forfeit-Niederlage gewertet.
Auswirkungen für die Fulda Saints: Betroffen sind gleich zwei Partien — das abgesagte Heimspiel vom 6. Juni sowie das Auswärtsspiel in Pirmasens, das ursprünglich am 30. August stattfinden sollte. Beide gehen als 36:0-Siege in die Wertung ein, womit die Saints in der Gruppe B nun bei 6-0 stehen.
Alle anderen Gegner der Praetorians in dieser Saison — Marburg, Mainz, Wetzlar und Rüsselsheim — erhalten ebenfalls ihre gewerteten Siege. Pirmasens schließt die Saison mit 0 Siegen, 10 Niederlagen und 0:360 Punkten ab.
Für die Saints bedeutet das: Der Blick richtet sich voll auf das nächste Spiel. Am 21. Juni geht es auswärts zu den Marburg Mercenaries — dem derzeit einzigen verbliebenen Team in der Gruppe B mit realer Chance auf den Titel. Ein Spitzenspiel mit direkter Tabellenrelevanz.
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